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12.09.08

Hörsturz und RR = Round Robin 2003 - 8. + letzter Teil

Es geht mir langsam wieder etwas besser. Nach nun 7 Infusionen zeigt der Hörtest eine Verbesserung. Ich soll nächste Woche mit genauso viel Ruhe und ohne Stress mit der Behandlung weitermachen, aber die letzten 2 Hörtests dieser Woche haben eine Verbessuerung gezeigt. Es geht wieder aufwärts! Bis Ende nächster Woche gehen noch die Infusionen.
Nun möchte ich euch endlich den letzten Teil des RR´s einstellen. Übrig bleibt noch meinen Quilt zu zeigen. Losgeschickt habe ich eine Kiste mit verschiedenen Blaustoffen.
Meine Vorgabe sah so aus: Mein Titel ist: Ein Traum in Blau. Meine Farbe symbolisiert für mich: Freiheit …soweit die Wolken gehen und Farbe des Himmels = Göttliches. Die Ausführung: kann völlig frei gestaltet werden, sei es vom Muster oder der Gesamtgestaltung her, d.h. die Blöcke können gleich angefügt werden, oder auch nicht. Es können Zwischenränder gesetzt werden, leere Blöcke gesetzt werden, oder auch nicht. Es können … oder nicht!.... Techniken sind frei wählbar, aber sollten möglichst vielseitig sein. Die fertige Größe soll 1,50m mal 2,20m am Ende sein, d.h. mit Nahtzugabe 1,515m x 2,215m. Die Art des Quiltes: Gebrauchsquilt = schöne große Kuscheldecke. Dazu habe ich 3 Anfangsblöcke ins Paket gelegt.
Meine Anfangsblöcke, nachträglch fotografiert.Von jedem erbitte ich mir 1 - 2 Blöcke.. Des weiteren erbat ich mir einen Bericht im beigefügten Berichtsheft und ein Foto des gearbeiteten Blockes um den Quilt nachvollziehen zu können. Anhand der Unterlagen stelle ich diesen Bericht zusammen. Wo ich Original Fotos habe, ( keine Digitalbilder, leider ) verwende ich sie obwohl sie schlechter sind, wo nicht, habe ich die Blöcke aus dem Quilt rausfotografiert. Grund: Ich denke ohne das gequiltete kommt der Werdegang besser raus. 1. Station: Alexandra war vom Thema und der Freiheit so begeistert dass sie gleich 3 Blöcke genäht hat. Sie stellt die Blöcke unter ein Thema: Das was gerade bei mir geschieht. Da es bei ihr ungewöhnlich viel Schnee in diesem Januar gab entschied sie sich als 1. Block für eine Schneeflocke. Dabei machte sie die leidvolle Erfahrung dass obwohl sie alles genau zugeschnitten hatte, und es eigendlich PP war, der Block zu klein wurde. Er hätte wesendlich großzügiger zugeschnitten werden müssen. Enttäuscht setzte sie ihr Muster als nicht umsetzbar ab, gab für den verschnittenen Stoff einen schönen blauen Stoff von sich in das Paket und begab sich an ihren nächsten Block. Der 2. Block war da es vor ihrem Fenster gerade schneite der: „Flockenwirbel“, dazu nahm sie das Muster. :Square dance. Danach machte sie sich an den nächsten Block, ein Muster aus dem Internet: einen 4 strahligen Schneekristall soll er symbolisieren. Da sie mit meinen nun 5 Blöcke hat entschließt sie sich noch einen Block zu nähen, denn dann könnte sie mit dem Zusammennähen beginnen denkt sie sich. Der Block heißt: „The Star and the cross“, aber wenn man genau hinsieht könnte man auch eine Skiloipe sehen wie sie erstaunt feststellt. Und das passt ganz gut, denn auf ihrer gestrigen Skitour hat sie mitten im Wald den Baumwollstoff gefunden den sie in diesem Block verwendet hat. In meinem Beiheft hatte sie gelesen dass ich gerne auch mit gebrauchten Stoffen arbeite und so hat sie sich getraut ihn einzuarbeiten.
Bevor sie das Paket abschickt legt sie noch 2 Ufos als Geschenk an mich ein da ich geschrieben hatte das ich später eine passende Decke für meinen Mann nähen möchte. Gerade diesen Sommer habe ich beide Ufos in den Kissen für meine Freundin verarbeitet. 2. Station: Ina arbeitet einen Lock Cabin Block in dem sie in den hellen Tönen den aufbauschenden Wind darstellen möchte. Der 2. Block ist ein Block in Freischneidetechnik den sie arbeitet. Den 3.mittlere Block hat sie leider vergessen zu beschreiben. Man merkt im Gegensatz zu Alexandra die viel und munter drauf los geschrieben hat, das Ihr das Schreiben Mühe gekostet hat.
Sie näht sie ebenfalls an und weiter geht der Quilt an Ute: Sie hat gerade das Buch: „Sternensampler“ von Johanna Ruprecht bekommen und denkt da es Nähen auf Rasterquick ist, das man da nichts falsch machen kann und sie diese nähen möchte. Aber sie muss erkennen dass das ein großer Irrtum ist. Sie schreibt dass sie fast jeden einzelnen Block trennen musste, weil sie ihn falsch herum zusammen genäht hat. Ja sie schreibt sogar: Mitunter wurde der blaue Traum zu meinem persönlichen Alptraum! Aber davon sieht man nichts als ihre 2 Blöcke dann fertig und dran sind. Sie hat einen türkisen Stoff von sich den sie passend fand mit verarbeitet und wünscht sich ein Foto vom fertigen Teil.
Weiter geht’s zu Kirstin: Sie schreibt: Als ich das bisher erstellte Top sah dachte ich: Ooch ist das schön!!! Nachdem sie dann die Geschichten dazu las war ihr klar: Storm at the sea ist das Muster das sie nähen möchte. Aber da das Wetter schön ist und die Schmetterlinge gerade fliegen näht sie den 1. Block entsprechend, der 2. ist dann der „sturm at the sea Block“. Da sie meint bei diesem Mini Block hat man genauso viel Verschnitt wie man hinterher sieht, legt sie als Ersatz einen Stoff von sich ins Paket, näht beide Blöcke an und schickt sie zur 5.Station.
Simone hat gerade einen Umzug in ihr neues Haus zu bewältigen und wählt von daher die „thumbling blocks“ als Erinnerung an die vielen Umzugskisten. Das 2. Ereignis war ihren Hochzeit am 10 Mai die sie bewerkstelligen musste und zur Erinnerung hat sie mir die Pfingstrose genäht, die an dem Tag gerade voll erblüht war.
Da ihr Lieblingsblock der „card trick“ schon einer meiner Anfangsblöcke war, hat sie dann noch den „dutchmann puzzle“ genäht. Der ihr auch immer wieder gut gefällt. Sie schreibt immer wieder sieht sie das Top an so toll ist es und enthält jetzt schon so viel fantastische Blöcke.
Weiter ging das Top zu Susane in die Schweiz. Sie schreibt sie war fasziniert von der Vielfalt der blauen Stoffe und Muster. Da sie möglichst viele Farben verwenden wollte hat sie sich für ein Windrad entschieden das sich durch die blaue Luft dreht. Und, damit ich auch gut schlafen könne, einen Shadow Star. Zu guter letzt hat sie von allen Farben zwei kleine Quadrate ausgeschnitten und einen Farbverlauf zusammen gesetzt. Dabei hat sie ein paar Stücke aus ihrem Fundus zugegeben.
nachträglich fotografiert.
Dann gab sie sie weiter an ihre Mutter Silvia. Als Gegengewicht zur Pfingstrose wollte Silvia eine Rose nähen, aber es sei eher eine Iris geworden, schrieb sie. Der 2. Block war ein verwobener Rahmen und als 3. hat sie einen „drunkhards path“ Block genäht und noch einen zweiten für meinen Mann, den sie mit ins Paket gelegt hat.
nachträglich fotografiert.Danach ging der Quilt nach Österreich zu Michaela. Eigentlich wäre Michaela die letzte gewesen und hätte den Rand gemacht, aber da Heike eine Idee für einen Rand hatte, hat sie mit Michaela getauscht . Für Michaela sind noch 2 Ecken offen zu gestalten.
nachträglich fotografiert
Michaela hängt den Quilt 3 Tage auf und schaut ihn sich an. Dabei sieht sie jedes Mal Wasser, schreibt sie. Also fallen Ihr Wellen ein mit denen sie einen Block gestaltet.
nachträglich fotografiert
Danach ist wie gesagt Heike dran. Aber sie findet im Paket keinen Stoff der ihr für diesen Quilt passend erscheint. Auch in ihrem Fundus wird sie nicht fündig. Sie durchstreift 3 Patchworkgeschäfte, aber nichts, keiner will passen. Dann kommt ihr Anruf bei mir. Ob es schlimm ist wenn ich auf den Quilt und die Rückgabe länger warten muss. Sie erklärt das Problem. Demnächst fliegt sie in die USA in Urlaub, dort will sie weitersuchen. Nun ja, ich gebe mein O.K. Und es klappt. Drüben findet sie einen passenden. Sie umfasst erst alles mit einem Streifen des gefundenen blauen Stoffes, dann schneidet sie von jedem verarbeiteten Stoff kleine Rechtecke, die sie als Streifen einsetzt und dann folgt nochmals ein blauer Rand!
nachträglich fotografiert.
Wie schreibt sie: Fertig! Yipie! Die kleinen Reststücke die sie vom Stoff übrig hat legt sie mit ins Paket. Dann kommt der Quilt bei mir an.
Top, nach fast 1 Jahr zurück! Ich staune, eigentlich hatte ich gedacht es kommen Blöcke zurück und ich musste sie zusammensetzen. Aber es ist ein fertiges Top. Und wie schön! Zum Staunen! Aber…. Für eine Einzeldecke leider viel zu groß. Das Maß ist außer Acht gelassen worden. Und für unser Ehebett?? Leider zu klein. Also was tun? Kurz darauf belege ich an der Quilt Uni einen kostenlosen Border Kurs. Da kann man auch Frage stellen. Also schildere ich mit meinen wenigen Englischkenntnissen und viel Herzklopfen mein Problem. Und tatsächlich. Die Leiterin hat EQ und erarbeitet für mich 2 Lösungen, was ich tun kann um den Quilt auf die nötige Größe zu verlängern. Ich arbeite also oben und unten einen breiten „flying geese Streifen“ an. Danach noch mal einen schmalen blauen Rand, in der Breite die die Reste hergeben. Und es klappt. Es kommt gerade hin.
nach der Verlängerung
Da wir oben und unten Holz haben, reicht die Länge und wir brauchen keinen Überhang. Die Breite reicht im Sommer völlig, im Winter bei den Daunendecken hätte sie etwas breiter sein dürfen, aber es geht so grade. Da ich mit meinen schweren Rückenproblemen , inzwischen bekomme ich ja schon Morphium um die Schmerzen aushalten zu können, den Quilt nicht Sandwichen und Quilten kann, mich aber so darüber freue das ich nicht warten möchte ob ich es irgendwann mal kann, entscheide ich mich ihn nach Holland zum Quilten abzugeben. Und ich bin sehr zufrieden. Ich schicke nur das Top und bestelle das Vlies und die Rückseite dort. Dazu suche ich ein Wolken-Überallmuster als Quiltmuster aus.
Rückseite mit Quiltmuster
Ich bekomme dann eine Mail ob ich noch irgendwelche Reste vom Rand habe, sie würden als Binding besser aussehen als das Blau der Rückseite, was wohl gut dazu passt, aber halt nicht perfekt ist. Es sei egal, auch die kleinsten Reste solle ich schicken, sie mache schon etwas draus. Also gehen die Minireste auf die Reise. Noch vor dem abgesprochenen Termin kommt mein Quilt perfeket gesandwicht, gequiltet und mit dem perfekten Bindig zurück.
Quilt, ganz fertig!Sie hat es geschafft! Niemand kann sehen wie klein die Reste waren und welche Mühe es sicher war! Eine Meisterleistung! Aber das auch von allem an diesem Round Robin Beteiligten.
Fazit: Ich habe nur positive Erfahrungen in diesem Round Robin gemacht. Wie in den andern Post beschrieben habe ich selbst an jedem Teil dazu gelernt. ( siehe vorhergehende Posts )
Man hatte, da man das Paket immer aus denselben Händen bekam und immer an dieselbe Person sandte, einen schönen Kontakt zu den beiden Personen.

Alle Beteiligten waren sehr großzügig mit ihren Stoffen und Gaben die sie den Paketen beilegten. Wir hatten nach ein paar Monaten ein Treffen bei Heike, wo jede ihren Quilt mitbrachte.
Es war ein positives Ereignis alle persönlich kennen zulernen und es war als kannte man sich schon lange. Des Erzählens und Austauschens war kein Ende.

Leider konnten einzelne nicht kommen. Dort beschlossen wir auch das jede in ihren verarbeiteten Farben für die anderen Siggies arbeiten würde. Leider bekam ich Heikes Siggie nie zugesandt. Ich würde immer wieder bei einem RR mitmachen.

Das schöne war auch das jemand aus einem der anderen RR´s, ( siehe Post 1 ) danach ein Buch von allen RR´s schrieb. Dazu hatte jede ihr Begleitbuch abgegeben oder eine Seite über ihren Quilt selbst erstellt.
Dazu wurde ein großformatiges Foto abgebildet. So konnte man auch die anderen RR´s sehen und ein wenig teil nehmen. Ich möchte nochmals allen beteiligten Personen danken!
Ein Teil meiner Sieggies, unten der für Michaelas Quilt mit Bäumen

  

Kommentare:

SchneiderHein hat gesagt…

Ach herje, was muss ich denn da über Dein Gehör lesen. Schön, dass Du nun auf dem Wege der Besserung bist!
Was für ein Blau - diese Farbe kann mich in ihren Nuancen immer wieder faszinieren. Einfach traumhafte Kombinationen!
Liebe Grüße & ein schönes Wochenende
Silke

bianca hat gesagt…

Vielen Dank für deinen netten Kommentar auf meinem Blog. Hab dich jetzt erst mal verlinkt. Schau hier ja auch ab und zu mal rein. Dein blauer RR sieht ja einfach himmlisch aus. Genau meine Farbe, das blaue.
LG Bianca
PS: Gute Besserung