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27.03.13

Tutorial für 45 Grad Half Sqaure Triangle Ruler

 Ich möchte euch nochmal auf den vorherigen Post hinweisen, den ihr hier wiederfindet!
 
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Wie ich hier schon mal gesagt habe, beginne ich mich mit meinem nächsten Quilt zu beschäftigen. Es wird mein 2. Quilt nach Bonnie Hunter sein. Den ersten könnt ihr hier sehen, allerdings gab es damals noch keine schriftliche Anleitung dazu, sondern ich habe alles selbst ausgerechnet. Es gab da nur ein Arbeitsfoto von Bonnie. Inzwischen ist er unter dem Namen: "My blue Haven" in dem Buch: "Leaders and Enders" von Bonnie Hunter erschienen. Ich bin schon lange ein sogenannter Fan von Bonnie, weil sie tolle Dinge aus Resten macht und dabei nicht nur Patchworkstoffe verarbeitet sondern auch alles was aus Baumwolle ist, z.B. alte Hemden, Blusen usw..! Und das mache ich auch.

Nun habe ich mich in einen Quilt aus dem letzten Buch von ihr verschaut, nur möchte ich ihn in einer andern Farbe, nämlich in Pink arbeiten. Dies ist der erste Quilt den ich nach Anleitung arbeiten werde. Sonst habe ich sie immer selbst entworfen. 
Inzwischen habe ich mit mehreren Leuten aus dem Internet Stoffe gegen pinkfarbene Stoffe getauscht und mit gekauften pinkfarbenen Jelly Rolls kann es endlich losgehen. Dazu habe ich auch ein sogenanntes  "45Grad Half Sqaure Triangle Ruler" gekauft, welches speziell für Streifen mit 2 4/8 inch Streifen, die sogenannten Jelly Rolls oder die Rollmopsie gemacht wurde. Das Lineal das Bonnie Hunter benutzt = Easy Angle Lineal  war einfach nicht vorrätig. Da ich aber meist Streifen verwenden werde und ca. 580 Dreiecke schneiden muß, finde ich dies wie geschaffen dafür. Und hier möchte ich mal euch zeigen wie einfach das geht, aber auch welchen Fehler man machen kann!

Tutorial für 45Grad Half Sqaure Triangle Ruler  = Ruler für 2 4/8 inch Streifen
So sieht der Ruler aus und er hat eigentlich 2 Funktionen. Ich werde euch beide zeigen.
 Die eine Seite ist sozusagen ein normales Lineal mit 2 5/8 inch, falls man Streifen mit mehr Breite hat und diese noch zuschneiden möchte. Unten noch besser zu sehen. Da ich mit viel Resten arbeiten werde eine tolle Hilfe. 


Nun kommt die 2. Funktion dieses Lineals.Man dreht nun das Lineal um und legt links an die Kante an. Warum, kommt später noch. zu sehen hier:

Hier nochmal ein Foto von ganz nah.
Also ganz Links anlegen. Dann kann man ganz Links die Kante am Lineal entlang gerade schneiden und danach schneidet man jeweils an dem Lineal entlang den Stoff zu. Jeweils beim Dreieck zeigt der Pfeil, wie der Fadenlauf liegt. Da man 5 Linealdreiecke hat und die Lücke jeweils auch ein Dreieck ergibt, hat man so ohne den Stoff zu verrutschen bereits 10 Dreiecke einfach und schnell zugeschnittenwenn der Stoff einfach liegt. Sonst entsprechend mehr. Zu sehen hier.
 Ich habe mal die Zwischendreiecke nach oben geschoben, damit man es gut sieht. Aber auch Reste kann man gut damit schneiden. Man legt sie einfach wieder links an.
 Und schneidet einfach wie gewöhnlich. Das kleine Stückchen rechts bleibt dann einfach übrig.

Non Slip bedeutet übrigens das die Lineale mit punktuell speziellem Material ausgerüstet sind, so daß die Lineale beim Schneiden nicht mehr verrutschen. Diese speziellen Punkte könnt ihr am unteren Rand beim vorletzten Foto gut erkennen.

Probleme: 

Problem 1: Das war es eigentlich, aber jetzt möchte ich euch noch auf eine Fehlerquelle hinweisen. Ich habe mich im Anfang immer gewundert, das ich immer ein zu klein geratenes Dreieck dabei hatte. Dann habe ich mir das mal genauer angeschaut und wußte warum. Diese Möglichkeit des Fehlermachens möchte ich euch hier zeigen, damit euch das nicht auch passiert.
 Ich habe im Anfang immer von Rechts nach Links  gearbeitet und das Lineal so vorne angelegt.
Man sieht es beim obigen Bild, es liegt auf der richtigen Linie auf, aber:
 Ich habe es mal auseinandergezogen, damit man es besser sieht. Hier seht ihr es, das letzte Dreieck ist kleiner.
 Jetzt zeige ich euch mal wie es aufliegen müßte.
 Man müßte es nämlich gaanz am Anfang des Lineales auflegen. Hier sieht man es vielleicht deutlicher.
Seht ihr die kleine Lücke am Lineal rechts? Das kann die Fehlerquelle werden. 
Lösung: Entweder man nimmt sich z.B. wie hier gezeigt die gelbe Linie zum Anlegen, was dann meist ungefähr hinkommt, oder man legt wie gesagt das Lineal immer links an und schiebt es nach rechts weiter vor.

evt. Problem 2:  Alle schrägen Schnitte müssen von einem weg gemacht werden, alle geraden Schnitte auf einen zu. Wobei man rechtzeitig bremsen muß. damit man nicht das Plastik Lineal berührt, da die Klinge sonst schnell abstumpft.
Für mich hat sich das als eher problematisch rausgestellt, da ich immer von mir weg arbeite. Dann wird der Schnitt aber oben etwas abgebogen und nicht am Lineal entlang. Für mich war es aber aber kein Problem wenn die Nahzugabe da unter 0,6 mm liegt. Ich habe werde, denke ich,  beim Schneiden eher 2-3 Messerklingen verbrauchen bis ich je Farbe meine 580 Dreiecke geschnitten habe.

Fazit: Ich finde den 45Grad Half Sqaure Triangle Ruler gut, wenn man einige Dinge beachtet. Für mich hätten die Löcher zum Schneiden der Dreiecke ein bißchen tiefer sein dürfen, da ich die normale 45 mm Klinge benutze. Für kleine Klingen mag es ja ausreichen.

So ich hoffe für jemanden von euch ist es ein brauchbarer Bericht. Es wäre schön wenn ihr eure Meinung dazu abgeben würdet.

Einen besinnlichen Zeit und frohe Ostern
  

21.04.11

Bildanleitung Buchhülle Teil 2

So, auf geht´s nun für Alle. Vor Beginn bitte einmal ganz durch lesen! Erst dann entscheiden was sie davon machen wollen, da es einen Einfluß evt. auf den Aufbau der Buchhülle hat! (z.B. Kugelschreiberhalter) 
  Zwischendurch immer wieder glatt bügeln.
  1. So, ich nehme nun meine Vorderseite (ich werde 2 nicht gleich große Umschläge machen, da der Stoff das so hergibt.) Wir legen nun den zugeschnittenen Stoff rechts auf rechts (mit inch Maß oder in cm, je nachdem wie man die Nahtzugabe berechnet hat) und stecken in mit ein paar Stecknadeln fest, so daß wir die Schmalseiten abnähen können. (im Foto die Seiten ohne Stecknadeln)
2.   Eine Seite wird ganz zugenäht und die 2. Seite bleibt bis auf eine kleine Wendeöffnung offen.( wie man die Größe errechnet ist in Teil 1 nachzulesen).
3.     Nun bügeln wir einmal über die Nahtzugabe, die wir so liegen lassen wie sie ist. Dann nehmen wir die Stecknadeln raus und wenden das Teil auf die rechte Seite. Naht schön ausbügeln. Nun nehmen wir das Buch, legen es hinein, wie wir wollen das es liegt und schlagen die Umschläge nach innen um. (siehe unteres Foto.)

4.      Zunächst den Umschlag einmal stecken, dann das Buch zuklappen und ich merke ob ich den Umschlag korrigieren muß weil ich ihn zu fest oder zu locker gesteckt habe. Das Buch geschlossen auf den Tisch legen.  Wenn man sieht das sich die Seiten nach oben ziehen, dann ist er zu fest. Der Umschlag soll aber auch nicht zu locker sein.
.    So sieht es gut aus. Jetzt heißt es: genaues Stecken. keine Angst, ich zeige es.

Hier könnt ihr es sehen. Man nimmt eine Stecknadel und steckt sie genau mittig über den Papprücken der Vorderseite und der Rückseite, allerdings: Achtung: möglichst nur in den Außenstoff stechen. 
Hat man wenig vom Innenstoff mitgetroffen, kann man es evt. hinterher korrigieren, evt. muß man aber auch den Schritt später zurück gehen und es nochmal probieren. Und dann am Ende des Umschlages eine Nadel einstecken, damit man sieht wie weit er geht.

Tipp: Lesezeichen

5.   Wer ein Lesezeichen einlegen möchte, steckt bitte noch eine Stecknadel  in die Mitte des Buchknickes.

6.  Achtung: Nun das Buch wieder rausnehmen und den Stoff zurück wenden auf die linke Seite!
So sieht es nun aus. Hier sieht man einen Blick auf die Vorderseite. Wo die erste Nadel steckt beginnt der Papprücken des Buches (von li. nach re. gesehen) bei der 2. Nadel endet der Umschlag. Der Innenstoff oder die Rückseite des Stoffes habe ich von beiden Seiten zur Mitte geschlagen, dort sieht man ihn sich wölben, damit man es gut sieht. Nun nehmen wir die Stecknadeln des Innenstoffes oder Futters, das wir ja auch gesteckt haben und legen Stecknadel genau auf Stecknadel. (dabei ist der Umschlag nach innen eingeschlagen)  Dann kommt auch die Stecknadel für das Lesezeichen wieder zum Vorschein, die wir hier nicht sehen können.

Tipp: Verschluß
Ich bin zwar noch im Versuchsstadiums mit dem Verschluß. Ich habe ihn nirgends an Buchhüllen gesehen, sondern selber entwicke. Die Idee kam mir als ich Pappkladden in Geschäften gesehen habe. Ich zeige es euch aber trotzdem schon. Wer keinen Verschluß möchte überspringe dies!

 Meine Verbesserungen aus dem blauen Umschlag lasse ich hier einfließen, also nicht irritieren lassen wenn Bild und Worte mal etwas anderes sagen. Ich erkläre es warum es so ist. Ich steckte also noch eine Nadel in die Rückseite oben und unten an der Stelle wo ich denke das den Gummiverschluß haben möchte. Diesmal probiere ich ihn 1cm von der Außenseite entfernt.

Fazit - Erfahrung: Stecke die Nadel lieber in die Rückseite, dann liegt das Gummiband hinten und zieht vorne keine Nähte auseinander. (Schaue dir die letzten Fotos an.) Außerdem gehe ich mit der Nadel beim nächsten mal lieber 1 cm von der Innenstecknadel nach außen, also genau umgekehrt, da das Gummiband meiner Meinung nach dann weiter nach außen kommt. (Innenstecknadel = Buchrückenbezug  - nicht in den Umschlag stecken.)

6.  Hier also noch oben re die Stecknadel für den Gummiband Verschluß.

7.   Jetzt habe ich ein Baumwollband als Lesezeichen zwischen Vorderseite und Rückseite eingelegt und oben quer fixiert. (zu sehen ca in der Mitte) Aufpassen das es drin bleibt und unten nicht rausschaut.  Auf der rechten Seite (Rückseite) habe ich ein Gummiband von der oberen Stecknadel nach unten zur Stecknadel gelegt.  Eigentlich wollte ich etwas breiteseres Gummiband nehmen, hatte es aber nur in schwarz, also muß das normal Breite es tun.
Achtung aufpassen: Gummiband muß zwischen  den Oberstoffen durchgelegt werden, nicht zwischen Oberstoff und Rückseitenstoff, sonst liegt das Gummi hinterher im Umschlag innen und nicht wo es hingehört!

  Tipp: Kugelschreiber Halter 
Funktioniert nur, wenn der Umschlag angesetzt wurde und die Buchhülle nicht aus einem Stück Stoff hergestellt wir. In dem Fall wo es nicht geht, bringe ich einekleine Tasche innen an, wo man dann den Kugelschreiber oder Zettel rein tun kann.
8.   An der Außenseite der Rückseite öffne ich mit dem Trennmesser in der Mitte ein Stückchen die Naht. (Trennmesserbreite reicht)
9.    Ich messe einen mittelbreiten Kugelschreiber ab, gebe etwas Nahtzugabe zu und stecke das ganze in die Öffnung, so daß nur die Enden heraus schauen.
10.   So, nun ab damit unter die Nähmaschine und endlich werden die beiden großen Nähte geschlossen, sowie die Lücke für den Kugelschreiber. Und nun kommt der große Augenblick. Durch die Lücke, die sich ja immer noch in einer der Schmalseiten befindet, wird das ganz gewendet.
Buch einlegen und probieren ob´s passt. Wenn ja, die kleine Lücke vom Wenden mit der Hand schließen!
Buchhülle vorne
Buchhülle hinten

Mir gefällt inzwischen die Rückseite besser als die Vorderseite, aber das ist Geschmackssache. Meine Schülerin konnte sich zwischen beiden Seiten nicht entscheiden. Und was meint ihr???

Es hat Spaß gemacht, alles zu dokumentieren und wie ihr merkt habe ich am meisten dabei gelernt.

16.04.11

Bildanleitung Buchhülle Teil 1

So, ich hatte euch ja versprochen zu zeigen wie ich die Buchhülle mache. hier kommt Teil 1.

Meine ersten Buchhüllen kann ich euch erst später zeigen, denn sie sind Geschenke  die ich vorgearbeitet habe, denn eigentlich wäre ich ja jetzt für 5-7 Wochen ausgefallen. Da der Blog  wahrscheinlich mit gelesen wird, müßt ihr darauf noch warten.  Die weiße Buchhülle war die 2. Aktion, eine Buchhülle zu  nähen. Und jetzt zu Nr. 3.  Da sich weiß schlecht fotografieren läßt, habe ich schnell mal blau genommen und neu genäht. Ich hoffe das ich nichts vergessen habe, und ihr gut klar kommt, auch wenn ich nicht jeden Schritt fotografiert habe. Ich denke aber das sie gut nachfolziehbar ist!

Buchhüllen - Anleitung

Zutaten:

1 Buch beliebiger Größe
1 Stoff für die Außenseite
1 Stoff für die Innenseite
1 Lesezeichenband ( Schnur oder schmales Baumwollband)
1 normales oder mittelbreites Gummi ca. 15cm länger als das Buch
üblisches Nähzubehör

Zuerst nimmt man das Buch und mißt die Höhe und Breite ab. Mein Buch hatte 21 cm Länge und 14,8 cm Breite.
Die Breite spielt hier noch keine Rolle, denn sie würde uns so nur irre führen. Nehme man sie x 2, da wir ja 2 Seiten haben oder messe man es so wie ich hier zeige:
käme man nur zu einerm Meßfehler, denn der Buchrücken geht ja auch etwas in die Tiefe. Also am besten so messen:
Ich lege das Maßband so unter das Buch das es bei einer geraden cm Zahl anfängt und ich es gut sehen kann. Hier sind es 2 cm, die vor dem Buchrücken liegen, das Buch zugeklappt hinlegen. 
Hier sieht man das Zwischenergebnis, denn 2 cm müssen wir ja noch abziehen. Also habe ich eine Höhe von 21cm und eine Breite von 31cm. Jetzt noch die Nahtzugabe zurechnen. Sie richtet sich ein bißchen nach der Dicke des Stoffes. Wer es etwas lockerer möchte und in cm näht sollte bei normaldickem Stoff ca. 1,5cm pro Seite zugeben, also insgesamt  3cm = 24 x 34 cm. Ich nehme meist 1cm pro Seite und nähe mit dem Inchfuß etwas knapp, also 23 x 33 cm Stoff . Also selber probieren was euch am Besten gefällt.

Achtung: Jetzt auf jeder Seite noch den Umschlag zugeben. Ich selber habe gerne einen gößeren Umschlag, so ca.10cm bei einem Din A 5 Buch. Die Seiten entweder gleich lang machen, dann kann man oft besser das Maß errechnen, oder aber, da ich oft Reste verarbeite, mache ich den Umschlag oft ungleichmäßig lang.

Alle die sich den Stoff nicht zusammen patchen, sondern einen Stoff nehmen, können sich die Stoffe zusammensuchen und auf Teil 2 der Anleitung warten! Aber dann gehts voran. Ich verspreche es!

Da ich diesmal Reste hatte, die wie ich fand, zusammen einen Block ergaben für die Vorderseite, habe ich also zuerst diesen in der letztens gezeigten Crasy Technik gearbeitet. So sah er aus:
Also habe ich dann oben  und unten sowie rechts noch blauen Stoff angenäht und dabei einen Hemdenrest verarbeitet und dabei dann festgestellt, das der Stoff nun zuende ist ohne das ich nach rechts, also zur Rückseite hin, noch etwas hätte annähen können. Ich hätte den Block wohl in die Mitte bringen können, allerdings wollte ich nicht schon wieder auf wenigen cm eine Naht haben, die euch vielleicht verwirrt. Also habe ich nur den Stoff für den Buchrücken (Tiefe des Rückens + 2 x Nahtzugabe) angenäht und dann den Crazy Stoff für den Rücken.
Da ich wollte das der Crazy Stoff vom Anfang des Buchrückes bis zum Ende geht und ich gerne auf der geöffneten Rückseite auf der Pappe eine Naht habe, habe ich es abgemessen und dann wieder den Unistoff für den Umschlag angebracht. Auf dem Foto ganz rechts.
Diese Naht, die ich gerade beschrieben habe, ist die einzige Naht die ich auseinander bügele. Alle anderen Nähte wertden zu einer Seite gebügelt! Warum, kommt später noch und ist gehört eigentlich zu einer Buchhülle der Extraklasse oder etwas für etwas fortgeschrittene Näherinnen, obwohl schwer ist es nicht, aber es kann im Anfang vielleicht verwirren!

So, auch ihr dürft jetzt euch einen Außenstoff zusammen patchen, in der von euch benötigten Größe, mit dem Innenstoff bereit legen und demnächst geht es mit Teil 2 der Anleitung weiter!

07.04.11

Crazy in 2-erlei Hinsicht!

Was macht man nicht alles, was ein bißchen crazy (verrückt) ist? Habe ich vielleicht zuviel Zeit? Oder bin ich zu geizig um Dinge  "neudeutsch" gesagt zu "entsorgen"? Sprich einfach wegzuwerfen? Oder fühle ich mich inspiriert? Was ich meine?

Da kommt mir doch eine Idee: Ich nehme ein Stück Vies mit  Klebeseiten. Hier habe ich Steam-A-Seam2 genommen.  Hier seht ihr einen Ausschnitt der Vliesseite:

Darauf lege ich meine Patchwork Restchen kleiner als daß ein 2 inch Dreieck rausgehen würde,und lege sie in ungeordneter Reihenfolge aneinander bzw. lasse ich sie manchmal auch 1-2 mm überlappen. Diesmal war mir nach: Blau!


Liegen sie so wie mir die Anordnung gefällt, bügele ich es kurz auf dem Hintergrund fest.
Dann geht´s an meine Nähmaschine.

Hier habe ich endlich die Gelegenheit die Stickstiche meiner Maschine auszuprobieren. Manche eignen sich gut, andere weniger. Jetzt sticke ich damit einmal  über meine Teilchen, damit wird das aufribbeln der Ränder verhindert.

Auf diesen Stoffen habe ich alte Nähgarnreste verarbeitet, die ich von einer über 90 jährigen Frau geerbt habe. Was mir dabei auffiel war die besondere Sparsamkeit. Auch Pappröllchen mit Fäden waren dabei. Schön dachte ich mir als ich das sah, viele verschiedene Farben! Aber beim Spulen des Garnes stellte sich heraus, daß alle "Restfädchen" nacheinander darauf aufgewickelt und für einen neuen Gebrauch aufgehoben waren. Das nenne ich zum Beispiel geizig. Aber ich denke, diese Leute haben im Krieg sparen gelernt und es weiter getan. Nun, ich war jetzt sorgsam mit diesen Fädchen und habe sie auch verarbeitet.

 Hier seht ihr nnun das Stück Vlies das ich belegt und bestickt habe.Zuerst bin ich auf der oberseite in Blau geblieben beim Sticken, dann allerdings fand ich das es Abwechlung braucht und habe hierin auch gelb und Lila verarbeitet und es gefällt mir sehr gut.

Hier die Rückseite davon. Da sieht man auch unterschiedliche Farben als Unterfädchen.

Davon habe ich ein Stückchen abgeschnitten und den Rand mit einem dichteren Zick Zack Stich umsäumt.

Hier seht ihr die Rückseite noch mit dem Papier auf der Klebeseite. Ein Stückchen des Papiers ist entfernt damit ihr die Klebeseite  sehen könnt

Und hier seht ihr was daraus geworden ist: Eine Buchhülle als Geschenk! Wie ich sie gemacht habe, zeige ich euch ein anderes Mal. Aber sieht es nicht gut aus? So hat ein Din A 5 Schreibbuch doch ein ganz persöhnliches Aussehen und der Kosten Faktor ist gering. Wie es geht und man dabei noch sparen kann, zeige ich euch demnähst! Ich hoffe dies hat euch interessiert.

14.11.10

Schnelle Nikolausstiefel oder Nikolausstiefel mit einer Naht

Länger habe ich nicht geschrieben, es klappt einfach nicht so wie ich gerne möchte und ich muß mich mehr zurück nehmen. Seid nicht böse, ich hoffe daß es wieder anders wird. Allerdings wird es noch eine Zeitlang dauern, denn im Januar steht mir noch eine hrößere OP bevor.



Dafür möchte ich euch heute Anleitung weitergeben. Und zwar: Schnelle Nikolausstiefel.
 Gemacht habe ich sie aus Resten, deshalb gebe ich euch auch keine Materialangaben, sondern zeige euch nur wie es geht.
Es sind 4 verschiedene Größen, wie ihr auf dem Foto seht.
  1.Schritt: Man legt  den Stoff und das Futter jeweils rechts auf rechts ,dann das Muster auf den Stoff und das Futter legen und zeichnet das Muster jeweils ab. Diese Linie ist dann später eure Nählinie.  Am Pattern ist ein Strich, wo ihr seht wieweit der Stiefel, der kleiner ist, geht  Danach wird beides  mit Nahtzugabe ausgeschnitten.

2. Schritt: Achtung, an das Futter, nicht an den Stiefel wird ein 4 cm breiter Streifen angenäht, danach das Futter wieder rechts auf rechts zusammengelegt.  Wer einen Aufhänger dran haben möchte, nimmt einen Streifen ( beim großen Stiefel habe ich 5cm genommen, bei den Kleineren weniger), faltet ihn einmal und bügelt kurz drüber, macht die Faltung wieder auf und faltet jede Seite bis an den "Knickstreifen" und faltet ihn dann wieder mittig zusammen. (Versteht man was ich meine? Sonst einfach ausprobieren! So sieht dann aus was ihr bis jetzt gemacht habt!


3.Schritt:  Nun den Stiefel, der rechts auf rechts liegt, auf das Futter, das ebenfalls rechts auf rechts liegt stecken.
Dabei den Aufhänger in den Stiefel so einlegen wie man auf dem Foto sieht, das die offenen Seiten zum Rand zeigen. Dabei muß man bedenken, das das Futter ja umgeschlagen wird und sich überkgen wieviel man vom Stiefelstoff beim Umschlag noch sehen soll, direkt daran wird der Aufhänger eingelegt und  festgesteckt.

 So sieht euer Stiefel dann nun aus: Das Blaue ist der Stiefel, das Weiße das Futter mit angenähtem Rand.


4.Schritt: Nun näht ihr einmal von oben angefangen ganz auf der Nähline entlang. Danach schneide ich den Rand so auf ca o,5 mm Nahtzugabe nach.




5.Schritt: An den Kurve vorne am Stiefel evt. die Nahtzugabe einschneiden, damit die Nahtzugabe sich ohne Falten zu ziehen, umlegt. Bei 0,5 mm Nahtzgabe ist es nicht nötig, nur bei mehr Nahtzugabe kann es erforderlich sein.


6.Schritt: Nun kommt der große Augenblick. Aber Achtung: Stiefel jetzt durch den Stiefel wenden, nicht durchs Futter.

Und so sieht er fertig aus! Für den der die Stiefel noch verzieren möchte, sind die Herzen in den Stiefeln eingezeichnet. Bei dem kleinen Stiefel, wo in der Zeichnung kein Herz ist, habe ich das kleinste Herz ohne Nahtzugabe ausgeschnitten und genäht. Alle anderen Herzen mit Nahtzugabe ausschneiden!

Tipps:  1: Ich selber  stecke zunähst die Stiefel und das Futter, wenn sie ausgeschnitten sind, vollständig aufeinander wie sie hingehören, dann klappe ich vom Futter den oberen Teil weg und stecke ihn mit einer Stecknadel aus dem Weg. Dann nähe ich auf der einen Seite das Futter an, nehme die Nadel aus der weggesteckten Seite raus, drehe das Teil um und handhabe es auf der 2. Seite genauso. Danach lege ich den Aufnäher ein, klappe das Teil wieder hoch und kann schon drumrumnähen. Das erspart mir alle Teile wieder genau aufeinander legen zu müssen.

2: Soll es ganz schnell gehen mit dem Stiefel, schneide ich das Futter 4 cm länger 2,5cm länger zu ( Nahtzugabe von 2x 0,75cm fällt weg) und krempele es so um. Krempe hat dann zwar nur die futterfarbe, sieht aber trotzdem gut aus!

Die Zeichnungen oder Pattern hänge ich hier an und ich hoffe daß es klappt. Ich würde mich freuen zu hören ob ihr mit der Beschreibung gut klargekommen seid, oder Fotos eurer Stiefel zu bekommen. Die Mailaddy findet Ihr im Profil.)

3: Will ich schönen Weihnachtsstoff sparen, schneide ich den Stiefel weniger lang zu und nähe nur einen Streifen schönen Futterstoffes dran, den man dann als Krempe sieht. unten nehme ich dann "Gebrauchsstoffe" wie z.B. alte Herrentaschentücher usw.

Diese schnelle Art der Stiefel habe ich in meinem Lieblings-Patchworkladen bei Frau Kunz beim "Über die Schulterschauen" kennengelernt und darf sie euch hier mit Ihrer Erlaubnis zeigen. Die Zeichnungen sind ebenfalls mit ihrer Erlaubnis eingestellt.


So, ich hoffe die Anleitung gefällt Euch so gut wie mir und die Adventszeit kommt jetzt ja schnell näher. Die kleinen Stiefel sind für einen Adventskalender gedacht, wo man 24 Stück näht und dann Gutscheine oder Sprüche usw. reinsteckt. In den größen Stiefel passt z.B. eine Mandarine und Nüsse, und die anderen liegen von der Größe her dazwischen.