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10.01.13

"Erben ist menschlich"

Ehepaar 1
"Erben ist menschlich" hieß das Theaterstück das in Bonstetten aufgeführt wurde. Ich schaue gerne Volksbühnen an, da ich als Kind selber mitgespielt habe. So sind wir hingefahren, zumal jemand aus dem Ehepaarkreis, in dem wir sind, mitgespielt hat. Und sehr "menschlich" ging es in dem Stück auch zu. Der Erblasser gab sich als "verstorben" aus und beauftragte seinen Rechtsanwalt die Erben für 14 Tage ins zu erbende Haus einzuladen. Er hatte aufgetragen, dass derjenige seiner Hinterbliebenen sein Erbe antreten soll, der das untadeligste Familienleben führt und am besten sein Haus und Anwesen pflegt.

Ehepaar 2
Gekommen waren nun 2  total verschiedene Ehepaare, die nicht nur miteinander verstritten waren sondern teilweise auch untereinander und wie es so ist: Einander nicht das Erbe gönnten. Dazu eine alleinstehende Frau, die allen unbekannt war und von der man bis zur "Auflösung" nicht nicht wußte wer sie war. Ehepaar 1 hatte einen Macho Mann der ständig sagte was ein "echter Mann " nicht macht. Sie wollten sich eigentlich scheiden lassen, wußten aber das man das Erbe nur gemeinsam bekommen kann. Ehepaar 2 hatte einen gegenteiligen Mann: ängstlich, untergeordnet, ja fast kriecherisch und immer der Frau zum Munde redend, jedoch total aus sich herausgehend, wenn er glaubte geschützt oder unbeobachtet zu sein.
von li. nach re.: Alleinstehende , 2 Ehepaare, Rechtsanwalt

Der Rechtsanwalt des Verstorbenen stellte dann das "Faktotum" des Hause vor, der die Ehepaare zu den anfallenden Arbeiten anleiten sollte und das geeignete Ehepaar heraus suchen sollte.
 

An arbeiten nicht gewohnt  bekam jeder Arbeit zugewiesen die erledigt werden mußte! Man tat es auch:
maulend und schimpfend, ohne Ahnung das das Faktotum immermit dabei war.  Durch die Figur des einen Ehemannes: zitternd, ängstlich, etwas dümmlich und naiv werden selbst uralte Witze wie: "Die Fenster habe ich gestrichen, soll ich auch  die Rahmen streichen" neu gefüllt und sehr lebendig. 

Ehefrau soll diese Löcher in Strümpfen stopfen




Überhaupt war dies für mich die herausragende Rolle. Sie war so gut und gekonnt gespielt, das man schon über das Gesicht und die Gestik so lachen mußte, das es die Dialoge kaum brauchte. Nicht das die anderen Schauspieler nicht gut gespielt hätten. Jede Rolle für sich war sehr gut vom Dorfparktheater  gespielt und der Abend trotz der 3 Akte mit Pausen sehr kurzweilig.


Die Konflikte steigerten sich immer mehr, bis sie in einer Nahtzene in der man sich buchstäblich in die Haare ging, ihren Höhepunkt erreichten. Nicht ahnend das das Faktotum immer gegenwärtig war und alles mitbekam.


 Der eigentliche Höhepunkt und fast ein Schlußpunkt war als der Erblasser als Geist erschien.

Die Eheppare müssen das Haus verlassen, nicht ohne "Kofferkontrolle" , wo alles das da bleiben muß, was man aus "Versehen" eingepackt hatte!


Nachdem man nun gesehen hat wer es gut mit dem Erblasser meinte, kann sich das Faktotum und der Geist wieder in den "Herren des Hofes" zurück verwandeln und seine Braut in die Arme nehmen.


Alles in allem war es ein gut gelungener Abend. Toll fand ich auch das wir an Tischen saßen und man sich zu Essen und trinken bestellen konnte. Und: es waren wirklich günstige Preise. So, ich hoffe ich habe euch etwas in diesen Abend mit hinein nehmen können. Und da ich direkt an der Bühne saß. konnte ich sehr gut fotografieren.  Allen Schauspielern auch vielen Dank für die Erlaubnis zur Veröffentlichung. 
Vielleicht habe ihr auch Lust bekommen und schaut euch mal das nächste Volksstück in eurer Nähe an.

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