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20.03.09

Give away + Geschichte der Schokolade


Bei Bev gibt es bis zum 22. 2 ein Give away, also Eile ist geboten.
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Die Geschichte der Schokolade
Ich versprach euch ja einen Bericht über das Schokoladenhaus in Warnemünde und die Geschichte der Schokolade. Hier ist sie nun, allerdings in geraffter Form, da sie recht lang ist.
Wer in Warnemünde ist sollte sich einen Besuch im Schokoladenhaus nicht entgehen lassen und in Rostock selbst gibt es ebenfalls noch eins. Das Schokoladenhaus befindest sich an der Strandpromenade in einem typischen Warnemünde Häuschen mit unten einem Geschäft und im oberen Stock einem kleinen, aber feinem Kaffee. Wir haben die Chili -Schokolade und die Eisschokolade probiert und können sie unbedenklich weiter empfehlen. Man merkt das es nicht einfach Pulver ist, sondern geschmolzen Schokolade beinhaltet. Hmm, lecker, lecker! Während man auf seine bestellten Dinge wartet, sollte man unbedingt die Getränkekarte lesen, die schon interessante Dinge über die Schokolade verrät und Lust auf mehr macht. Diese Lust auf Schokolade kann man anschließend im Lädchen voll ausleben. Die Kalorien sollte man dabei allerdings außer acht lassen.


Die Schokolade hat ihren Ursprung in der einfachen kleinen Kakaobohne, dem Samen eines Baumes ( Theobroma cacao ) von dem man annimmt, das er ursprünglich im Amazonas Gebiet wuchs. Er wird 10m – 15 m hoch. Die unreife Frucht hat eine grüne Farbe, die Reife je nach Kakaosorte eine gelbe bis rote Farbe. Die Gurkenförmige, ca. 20 cm langen Früchte enthalten zwischen 25 bis 50 Samen (Kakaobohnen). Geerntet wird heute auf fast allen Plantagen 2 x im Jahr.


Wahrscheinlich haben schon die Mayas die erste Plantage angelegt als sie um 600 die Yucatan Halbinsel bevölkerten. Auch die Azteken kannten sie schon und haben sie wahrscheinlich auf ihren Eroberungszügen in Südamerika verbreitet.

Sie wurde zu 2 Zwecken benutztund zwar, da hört ihr richtig: als Zahlungsmittel:
um 900 waren 400 Bohnen = 1 Zontli
Susanne Neuhauser: zu einem Wettbewerk zum Thema: Kakao  eingereichter Quilt
8000 Bohnen = 1 Xiquipilli

1513: Für 10 Bohnen soll man schon ein Kaninchen, für 100 schon einen Sklaven bekommen haben.

1545: 1 Bohne = 1 Tomate
3 Bohnen = 1 Fisch
100 Bohnen = 1 Hase
200 Bohnen = 1 Truthahn

bis 1660 wurden sie auch als Tauschobjekte für Federn, Edelsteine, Töpfereien und die für uns als Patchworkerinnen so wichtigen: "Stoffe" benutzt!

Nach 1660 gab es aber auch schon die ersten Fälschungen, zunächst der Bohnen, später wurde selbst das Getränk gefälscht.

Die Azteken hatten ein rituelles, religiöses Getränk aus der Kakaobohne entwickelt, sogenannt: Xocolatl ( bitteres Wasser ) das aus gerösteten und gemahlenen Kakobohnen bestand, welches mit Wein oder Wasser schaumig gerührt wurde. Aus diesem Wort wurde unser Wort: Schokolade.

Quilt Detail


1519 machte Herman Cortes die Welt mit der Schokolade bekannt, als er das Original Rezept des Azteken Herrschers Montezuma II. nach Spanien brachte. Montezuma hatte Cortes gestattet bei der Herstellung zuzusehen, so stolz war er auf sein Getränk. Laut Überlieferung trank er täglich 500 goldene Becher voll und einen extra großen, bevor er seinen Harem betrat, da er überzeugt war dass dies Getränk nicht nur Kraft und Energie, sondern auch Liebesfähigkeit verleiht.
Heute weiß man das das Getränk wirklich Energie liefert, allerdings auch Glückshormone enthält. was zu einer Euphorie, ähnlich der beim Gebrauch von Amphetaminen, führt. Und zwar die Schokolade ist reich an Phenyläthylamin. Dies erklärt warum ein Liebeskranker oft einen Heißhunger auf Schokolade entwickelt, sie versuchen auf diese Weise unbewußt den Rauschzustand des Verliebtseins zu ersetzen.
Den Spaniern aber war es zu herb und sie mischten Vanille und Zucker darunter, wodurch es angenehm und wohlschmeckend wurde. Schnell erfreute es sich großer Beliebtheit bei Hofe und in der vornehmen Gesellschaft. Die Franzosen versuchten das Rezept geheim zu halten, aber 1606 gelangte es nach Italien und breitete sich dann über ganz Europa aus.

1704 – Friedrich I. von Preußen führte die „Luxussteuer“ ein: Wer Schokolade trinken wollte, hatte 2 Taler für einen Erlaubnisschein zu zahlen.

Als Anna von Österreich Ludwig XIII. von Frankreich heiratete, brachte sie ihre eigene Schokolade mit und auch bei der Vermählung der spanischen Prinzessin Maria Theresia mit Ludwig XIV. von Frankreich trank man bei Hofe Schokolade. Es wurde sogar ein königlicher Schokoladenmeister angestellt. In Folge breiteten sich die Vorläufer der Caf´es , die "Schokoladenhäuser" aus, wo Schriftsteller, Politiker und Prominente verkehrten.

1756 wurde die erste deutsche Schokoladenfabrik von Fürst Wilhelm von Schaumburg Lippe in Steinhude gegründet.

Zum Durchbruch der Schokolade kam es aber erst 1828 als der Holländer C.J. Houten sich ein Verfahren patentieren ließ mit dem man die Kakaomasse entölen und so Kakaopulver herstellen konnte. Bis dahin war es sehr ölhaltig.

Das Getränk war in England so beliebt das die Bierbrauer ein Gesetz zur Beschränkung der Produktion forderten, wahrscheinlich hatten sie Angst nicht mehr genügend Bier verkaufen zu können
.
20 Jahre später entdeckte der Engländer Josef Fry, wie man Kakaobutter, Kakaomasse und Zucker vermengenkann und daraus wurde die erste Eßschokolade. Bis dahin gab es nur das Kakaogetränk.

Der Schweitzer Daniel Peter fügte 1875 noch Kondensmilch dazu und brachte damit die erste Milchschokolade auf den Markt. In dem kakao gab es ständig mal gröbere oder feinere klumoen die sich aber in der warmen Milch auflöste, aber in einer festen Form störten sie erheblich.

1879 erfand Rudolf Lind ein Verfahren zur Verfeinerung von Schokolade, das sogenannte Conchieren, einer Methode wobei die Schokolade in geheizten Trommeln hin und her bewegt und duch Walzen zerrieben wurdeund dadurch einen Lufteinschluß erhielt wodurch die Schokolade den feinen Schmelz erhielt. Dieser Vorgang erlaubte es die Schokolade in Formen zu gießen., denn dadurch wurde auch die Klumpenbildung verhindert.


Kriminalistisches:
1654 – Marquis von Albuqerque bestach durch die sündhaft teuren Kakaobohnen die ihn kontrollierenden königlichen Räte.

1697 - Einsatz von mehreren Kilogramm Kakaobohnen zur Beschleunigung des Verfahrens zur Heiligsprechung von Sebastian de Aprico in Rom.

1980 - Zwei Angestellte der berühmten Schweizer Schokoladenindustrie wurden verhaftet, als sie versuchten, einige der bestgehütesten Geheimnisse des kleinen Landes an China und Russland zu verkaufen: 40 Rezepte zur Herstellung von Schokolade.

Exotisches:
Manche Schokoladenliebhaber scheuen keine Kosten. So wird eine amerik. Pralinenmarke in einem exklusiven russischen Lackkästchen für 350$ das Pfund angeboten. Eine Zeitlang wurden diese auf Wunsch von einer Reiterin in fleischfarbenem Trikot samt Musikanten im Gefolge zugestellt. Kostenpunkt: 3.000$.
Auch gibt es eigentlich nichts was nicht schon in Schokolade gegossen wurde, Vom Epire Staate Building, den Pariser Eifelturm zur Straßenbahn, zum Rollce Royce und was auch immer.
Die Stadt Melbourne besitzt die höchste Schokoladenfigur der Welt und ist sehr stolz darauf: ein 3 m hohes und 2.035 kg. schweres Osterei.
Für die Patchworker habe ich sogar einen passenden Quilt dazu gefunden. Susanne Neuhauser aus der Schweiz hat ihn für eine Ausstellung genäht und mir die Erlaubnis zur Veröffentlichung gegeben. Vielen Dank Susanne. Die Bilder habe ich zwischengestellt und hoffe das sie euch gefallen.
Heute sind die USA und die UDSSR die größten Rohkakaoverabeiter der Welt. Wir, die Deutschen liegen auf Platz 3, mit circa 150.000 Tonnen importierten Rohkakao. Fast alles verbrauchen wir selbst, nur ein kleiner Teil wird exportiert.
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Erarbeitet aus folgenden Quellen:
Das Schokoladenbuch von Valerie Barrett, ISBN 3-8212- 0252-1, Xenox Verlag
Artikel: Der Siegeszug der Schokolade, Readers Digest,
Getränkekarte, Warnemünder Schokoladenhaus, de Prie
 

Kommentare:

Gartenzauber 2008, Gartenidylle 07 hat gesagt…

Huhu Gila, mir gehts gut, danke der Nachfrage. Ich habe dir fast auf allen Kommentare geschrieben ...??

Ein sehr interessantes Thema über die Schokolade, da läuft mir das Wasser im Munde zusammen und kann kein Stückchen probieren, weil ich diäte. So eine Schande...!

Lg Waltraud

Fuchsienrot hat gesagt…

Das ist wirklich ein sehr interessanter Blick in die Geschichte der Schokolade und ich konnte wieder etwas dazu lernen. Du hast dir sehr viel Mühe gemacht mit diesem Post. Vielen Dank dafür.
LG
Angelika

Marie-Louise hat gesagt…

Hallo Guilitta
Ich glaube mein Beitrag von vorher ist verschwunden, hab zu schnell geklickt.
Danke schön für deinen interessanten Beitrag, nun schmeckt die Schokolade grad nochmal so gut.
Ganz liebe Grüsse Marie-Louise

Lena hat gesagt…

Das Schokoladenmuseum in Köln ist ebenfalls eine Reise wert!